Von April bis Ende Juli 2022 leben und arbeiten vier Künstler*innen in drei Projektgemeinden im Innviertel. Durch das Einbringen und Öffnen ihrer eigenen künstlerischen Praxis und den Austausch mit interessierten Bewohner*innen, Kulturvereinen, lokalen Kunst- und Kulturschaffenden und Handwerker*innen wirbeln sie während der Zeit die kulturelle Landschaft des Innviertels auf!

LISA ALICE KLOSTERKÖTTER
Aspach

Lisa Alice Klosterkötter ist freischaffende Künstlerin und Kuratorin. Sie realisierte verschiedene Ausstellungs- und Performanceprojekte sowie Interventionen in Ausstellungsräumen und im öffentlichen Raum u.a. in Marseille, Uppsala, Seoul, Varese und Palermo.

Interventionen im öffentlichen Raum, in verschiedenen Stadtbezirken sowie an peripheren Orten bilden das Kerninteresse ihrer künstlerischen und kuratorischen Praxis. Durch das Schaffen von Erfahrungsräumen möchte sie die Aufmerksamkeit der Besucher*innen auf Zwischenräume, auf das Unerklärliche, das Schöne und Schmerzliche des Alltags lenken und durch teilweise partizipative Formate in einen Austausch mit der unmittelbaren Umgebung und einer diversen Öffentlichkeit treten.

Während der Wirbelfeld Residenz ist es Lisa Alice Klosterkötter ein Anliegen, ihre kollaborative Praxis weitergehend zu öffnen, als Impulsgeberin zu agieren und gemeinsam mit lokalen Kulturschaffenden, ein Projekt umsetzen. Ziel des offenen Projekts sind eine innovative Präsentation bildender Kunst. Methodischen Schwerpunkt bilden dabei der Austausch untereinander, niederschwellige Teilhabe und Kollaboration.

MAIDJE MEERGANS
St.Marienkirchen a. H.

Maidje Meergans ist Dokumentarfotografin aus Berlin. Nach ihrem Textildesign Studium an der Kunsthochschule Weißensee begann sie eine Ausbildung an der Ostkreuzschule für Fotografie, wo sie 2018 ihren Abschluss machte. Seitdem entwickelt sie persönliche Projekte hauptsächlich während internationaler Artist Residencies. Seit 2019 ist Maidje Meergans kuratorisches Mitglied des Künstlerkollektivs AFF Galerie in Berlin.

Während der Kunstresidenz Wirbelfeld wird sie sich mit dem Erwachsenwerden im ländlichen Raum beschäftigen. Dabei wird das Zusammenleben in der Region, demographischer Wandel und die lokale Industrie eine Rolle spielen.

FLORA VALENTINA BESENBÄCK
Sigharting

Flora Valentina Besenbäck, geboren und aufgewachsen im Waldviertel, arbeitet als Szenografin an Schnittstellen bildender und darstellender Kunst. Sie studierte an der Kunsthochschule “La Esmeralda” in Mexico City und an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Anna Viebrock.

In pandemischen Zeiten erkundete sie den ländlichen Raum ihrer Herkunft neu, durchstreifte vom Hochstand-Atelier aus das Gelände und fand Bühnen- und Gedankenräume. Daraus entstand ein inszenierter Abend und Morgen in Wald, Dorf und Hochstand mit gefunkten Texten, Bläserinnenquintett und Traktor. Die dabei angerissenen Themen will sie nun in Sigharting weiterverfolgen und in ähnlicher Herangehensweise herausfinden, auf welche hiesigen Motive sie in Landschaft und Bevölkerung stößt.

JASKARAN ANAND
Sigharting

Born 1992 in New Delhi (India), Jaskaran has lived in Linz since 2015. He is an internationally recognized performance artist who works as an artistic director, dancer-choreographer, pedagogue, initiator, producer and video dramaturge-editor. His works are transdisciplinary interventions intersecting between performative, scientific and arts-based research and participatory-collaborative artistic practices. Improvisation, choreography and dance are used as a method of communication inside and outside of the traditional art and public space. He reforms his work together through the working of an entity called "Harmonical.Self", initiated in 2020. It explores the construction and (un)networking in the mechanisms of reality formation for the self through collective working. Interpreting data mapped through the "life" of a geopolitical human body is seen as an intra-face acting in a dimension full of systems of interfaces.

During the residency in Sigharting, he looks forward to interactions with the people living, visiting, working in Innviertel - having an exchange with them - friendly, intellectual, and day-to-day talk. An art-based "place of belonging" where one un/re/learns concepts of care, reflects on intimacy, respect and consent beyond egoistic narratives. Together these concepts will be re-established by digging into daily concerns of integration in the society - economic, environmental, social, family and politics. There is a "harmonizing advisory board" - a safe space visited with the issues/concerns or coincidental meetings - this achieved constitution, when required, will be lead into harmony. The board expands itself to landscaping - where the approach is taken to open spaces.

Das Projekt Wirbelfeld wurde von den Künstlerinnen Magdalena Hubauer und Katharina Spanlang ins Leben gerufen. Sie sind beide in der Region aufgewachsen und möchten mit Wirbelfeld zu Austausch und Weiterentwicklung von Kunst und Kultur im Innviertel beitragen.